trampage.de > Aktuelles > Archiv 1998
D-Strecke im Verkehrsausschuß beschlossen - Proteste aus Ginnheim
Erst versagte die Technik, dann fehlte ein Busfahrer: Busstau im Nordwestzentrum
S-Bahnkollision bei Rödelheim: 8 Verletzte
Industriehof erhielt Hochbahnsteige
6-Achser wurden abgestellt
Geburtstags-Wagen auf der Linie U1

Kleiner Fahrplanwechsel zum 20.September 1998
Beschlußfassung für Vorplanungen der D-Streckenverlängerung SPD und CDU im Frankfurter Magistrat wollen nach der Sommerpause die unterirdische Verlängerung der D-Strecke von der Bockenheimer Warte nach Ginnheim beschliessen (siehe auch Meldung vom 17.01.98). Durch den gegenüber früheren Planungen längeren Tunnel verteuert sich das Projekt von 213 Mio. DM auf 295 Mio. DM - also um über 80 Mio. DM. Den meisten Fahrgästen würde diese Strecke aber eher Verschlechterungen als Verbesserungen bringen. Da 4 Straßenbahnstationen durch nur 2 U-Bahnstationen ersetzt werden, können Ziele in Bockenheim nicht mehr so direkt erreicht werden. So verlöre das Markuskrankenhaus den direkten Halt vor der Haustür. Von der Nordweststadt könnte man mit dem neuen Tunnel zwar direkt zum Hauptbahnhof fahren, verlöre aber den Anschluß an Heddernheim (Umsteigemöglichkeit nach Oberursel), zur Eschersheimer Landstraße und Hauptwache. Die Strecke würde nämlich nördlich in Richtung Riedberg und Nieder-Eschbach fortgeführt. Die fiktiven Bewohner eines künftigen Baugebiets Riedberg wurden dann auch zum Vorwand genommen, um einen positiven Kosten-Nutzen-Faktor von 2,14 zu erreichen. Frühere Untersuchungen mit einem kürzeren Tunnelabschnitt hatten nämlich nur einen Kosten-Nutzen-Faktor von 1,27 (ohne Riedbergbebauung) und 2,86 (mit Riedbergbebauung) ergeben. Der neue Tunnel als Sachzwang für die Bebauung des Riedbergs ?
SK 11.08.98 / 06.10.98
Mädchen von U-Bahn überfahrenFrankfurt. Furchtbarer Unfall am Weißen Stein. Ein 16 Jahre altes Mädchen ist gestern abend dort von einer U-Bahn erfaßt und getötet worden. Das Unglück geschah im Feierabendverkehr kurz nach 18 Uhr. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte das Mädchen am U-Bahnhof seine Sonnenbrille verloren. Als sich die 16jährige nach der Brille bückte, wurde sie von der U-Bahn gestreift und überrollt. Der Notarzt konnte nichts mehr ausrichten, das Mädchen war sofort tot. Tragisch: Der siebenjährige Bruder des Mädchens mußte den Unfall mit ansehen.
aus: Frankfurter Neue Presse vom 11.08.98
Zweite Serie des Stadtbahnwagentyps U4 vollständig ausgeliefert Am Freitag, den 7. August 1998 wurde mit Tw. 539 das letzte Fahrzeug aus der 2.Bauserie dieses Fahrzeug ausgeliefert. Die meisten Fahrzeuge dieser Serie, die sich durch silberfarbige Scheinwerferumrahmungen von der 1.Serie unterscheiden, sind bereits im Einsatz. Alleinige Einsatzlinie dieses Typs ist die Linie U2 (Südbahnhof - Bad Homburg Gonzenheim).
SK 10.08.98
Es geschah am hellichten Tag: 14 S-Bahn-Scheiben rausgetretenAllgemein denkt man Sachbeschädigungen in S- und U-Bahnen würden vorwiegend in den Abendstunden und auf Strecken an Problemwohngebieten verübt. Die Realität sieht anders aus: Am Freitagnachmittag des 24.Juli 1998 wurden in der S-Bahn zwischen Friedrichsdorf und Seulberg 14 Scheiben von einer Gruppe Jugendlicher rausgetreten (Sachschaden nach Vermutung des Triebfahrzeugführers 6000,-DM reine Materialkosten). Die Täter hatten die Bahn in Seulberg verlassen, wo der Schaden bemerkt wurde, da sich die Türen nicht mehr schließen ließen.
SK 24.07.98
Unter diesem Motto beteiligt sich die VGF an einer Aktion, die für mehr Hilfsbereitschaft der Bürger gegen Gewalttäter wirbt (u.a. mit einer Werbung auf dem türkisfarbenen Pt-Wagen 660). Das hier noch viel zu ändern ist, zeigt ein Fall, der sich in der Nacht des 2. Juni in einer Straßenbahn der Linie 19 erreignete. Zwei Jugendliche prügelten auf ein Ehepaar ein, welches sie auf das Rauchverbot in der Bahn aufmerksam gemacht hatte. Der Fahrer, der vom Sohn des Ehepaars gebeten worden war die Polizei zu benachrichtigen, verweigerte dies. Als die Polizei, vom Sohn per Handy alarmiert, am Hauptbahnhof einen Jugendlichen festnahm, weigerte sich der Fahrer seine Personalien anzugeben. Auch die übrigen Fahrgäste bekleckerten sich nicht gerade mit Ruhm, da sie nicht eingriffen aber sich über die Verzögerung, die am Hauptbahnhof wegen dem Polizeieinsatz entstand, beschwerten.
SK 05.06.98
Mit schöner Regelmäßigkeit erhöht der Rhein-Main-Verkehrsverbund die Fahrpreise. Ab 24.05.98 bezahlt man für eine Fahrt im Frankfurter Stadtgebiet (in Klammern: Preise für Kinder von 6-14 Jahren) Montag - Freitag zwischen 6 und 9 Uhr sowie 16 und 18.30 Uhr: 3,50 * DM (2,00 DM) in den restlichen Zeiten: 3,00 DM (1,70 DM) * Tageskarte incl. Flughafen (gilt jetzt nur noch am Lösungstag): 8,00 DM (5,00 DM) * Monatskarte: 105,- DM (Schüler, Auszubildene: 78,70 DM) Angesichts solcher Preise fällt ein Vergleich mit den Fahrpreisen anderer Städte nicht besonders positiv für Frankfurt aus, zumal Angebote wie 9-Uhr-Monatskarte, Streifenkarten oder Familientageskarte in Frankfurt gänzlich fehlen.
SK 16.05.98
Mädchen erhielt Stromschlag Ein 17jähriges Mädchen erlitt in einem l-Beiwagen Verbrennungen ersten Grades als es mit der einen Hand die Metallteile des Fensterrahmens und mit der anderen Hand das Gestänge der Sitzbank berührte. Durch ein defektes Kabel im Verteilerkasten, der sich im Wagenboden befindet, war der Sitz elektrisch geladen so daß sich beim Berühren eines anderen Metallteils eine Strombrücke bildete. Um weitere Vorfälle dieser Art auszuschließen wurden alle Beiwagen überprüft und der Sitz über dem Verteilerkasten ausgebaut. Die Beiwagen werden, wie die Triebwagen des Typs M, demnächst ausgemustert.
SK 15.05.98 /16.05.98 / 20.05.98
Die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) verzeichnete mit 1,5 Millionen Fahrten zusätzlichen Fahrten auf insgesamt 153 Millionen Fahrten im Jahr 1997 eine leichte Steigerung. Besonders Messegäste trugen zu diesem Ergebnis bei. 1997 waren auf einem 600 Kilometer langen Netz, das aus 7 Stadtbahn , 8 Straßenbahn- und 43 Buslinien bestand, 350 Bahnen und 260 Busse unterwegs. Zahlen aus dem Jahr 1996 finden sich im Archiv , weitere Angaben zur Netzentwicklung in der Statistik.
SK 02.03.98
Ab Mai 1999 zum OstbahnhofDer Tunnel zwischen Zoo und Ostbahnhof ist schon fertig. Doch noch ist der Innenausbau der Station und die Oberleitung noch nicht fertig. Daher wird die Verlängerung der Linie U6 erst zum Fahrplanwechsel im Mai 1999 in Betrieb gehen.
SK 14.02.98
Fahrscheindrucker ersetzen Handstempelung Handgestempelte Fahrkarten werden in den VGF-Bussen demnächst der Vergangenheit angehören. Zur Fahrpreiserhöhung am 24.05.98 wurden alle Busse der VGF mit elektronischen Fahrscheindruckern ausgestattet . Fahrkartenbündel um bestimmte Preisstufen zusammenzustückeln und falsch gestempelte Fahrkarten gehören aber noch nicht der Vergangenheit an. In den Kleinbuslinien 27 - 29, deren Busse nächstes Jahr hoffentlich ausgemustert werden, gibt es noch handgestempelte Karten.
SK 14.02.98 / 14.05.98 / 29.05.98
Nachtbusse könnten alle Frankfurter Stadtteile erschließenAuf einer Pressekonferenz stellte der Kreisverband Frankfurt / Main-Taunus des Verkehrsclub Deutschland (VCD) ein Konzept zur Reorganisation des Nachtbusnetzes vor. VGF-Sprecher Klaus Linek sieht in dem Konzept "viele gute Ideen". Mehr Informationen zu dem Konzept auf der Homepage des VCD-Kreisverbandes .
SK 03.02.98
Stadtbahnbauamt befürwortet unterirdische Verlängerung der D-Strecke bis Ginnheim Ursprünglich sollte der Tunnel für die Verlängerung des im Bau befindlichen Streckenabschnitt Hauptbahnhof - Bockenheimer Warte an der Franz-Rücker-Allee an die Oberfläche kommen. Als diese Planung im Ortsbeirat vorgestellt wurde, stieß sie wegen der Trennwirkung und starken städtebaulichen Eingriffe auf einhellige Ablehnung. Das Stadtparlament beauftrage das Stadtbahnbauamt mit einer Untersuchung über die Möglichkeiten einer unterirdischen Verlängerung. Im nun vorliegenden Ergebnis wird eine Verlängerung des Tunnels bis zur Rosa-Luxemburg-Straße (also bis zum bestehenden Anschluß auf die Strecke der U1 in Ginnheim befürwortet. Die bisher kalkulierten Baukosten würden sich um ein Drittel erhöhen: Statt 213 Millionen DM müßten mindestens 300 Millionen DM investiert werden. Angesichts der leeren öffentlichen Kassen und der Folgekosten eine hohe Summe, um eine beschleunigte Straßenbahnstrecke (SL 16) zu ersetzen.
SK 17.01.98
Seit dem 1. Januar 1998 fährt die U 5 zum HauptbahnhofÄltere Meldungen finden Sie im Archiv:
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